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WISSENBehandlungsablauf

Der Weg zur perfekten Braue: Das Geheimnis der Vorzeichnung

Ein perfektes Permanent Make-up ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von Präzision, Symmetrie und einer sorgfältigen Vorbereitung.

Vorzeichnung beim Permanent Make-up

Viele Kundinnen haben vor der Behandlung eine große Sorge: „Was ist, wenn die Form am Ende nicht zu mir passt?“

Genau hier kommt die Vorzeichnung (das sogenannte Mapping) ins Spiel. Sie ist das Sicherheitsnetz für Artist und Kundin gleichermaßen. In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, wie der Prozess abläuft und worauf es wirklich ankommt.

Warum ist die Vorzeichnung so wichtig?

Die Vorzeichnung ist die „Blaupause“ für die spätere Pigmentierung. Sie dient dazu:

  • Die Symmetrie des Gesichts auszugleichen (da kein Gesicht perfekt symmetrisch ist).
  • Die optimale Form basierend auf der Knochenstruktur zu finden.
  • Der Kundin eine Vorschau auf das Endergebnis zu geben.

Die Schritte der Vorbereitung

Bevor der Stift die Haut berührt, sind einige vorbereitende Maßnahmen essenziell:

1. Die Hautanalyse & Reinigung
Zuerst wird die Augenbrauenpartie gründlich gereinigt und desinfiziert. Der Artist prüft den Hauttyp (ölig, trocken, sensibel), da dies die Wahl der Technik (z. B. Powder Brows vs. Härchenzeichnung) beeinflusst.

2. Das Vermessen (Mapping)
Jetzt wird es mathematisch. Mit speziellen Hilfsmitteln wie dem Goldenen Schnitt, einem Mapping-Faden oder einer Schiebelehre werden wichtige Eckpunkte markiert:

  • Anfangspunkt: Orientiert sich meist am Nasenflügel und dem inneren Augenwinkel.
  • Höchster Punkt (Arch): Verläuft oft diagonal vom Nasenflügel durch die Pupille.
  • Endpunkt: Eine Linie vom Nasenflügel am äußeren Augenwinkel vorbei.

3. Das Zeichnen der Kontur
Mit einem speziellen Vorzeichenstift werden die Punkte verbunden. Dabei wird nicht einfach „gemalt“, sondern die natürliche Wuchsrichtung der Haare und die Mimik berücksichtigt.

Wichtig: Die Vorzeichnung sieht oft etwas „blockiger“ oder dunkler aus als das fertige Ergebnis. Sie dient lediglich als Rahmen für die Pigmentierung.

Worauf es beim Anzeichnen wirklich ankommt

Ein guter PMU-Artist achtet auf Details, die dem Laien oft gar nicht auffallen:

Die Mimik-Prüfung: Das Anzeichnen erfolgt meist im Liegen, aber die finale Kontrolle findet im Sitzen statt. Warum? Weil die Schwerkraft und die Gesichtsmuskulatur die Brauen im Stehen anders wirken lassen.

Individualität vor Trend: Ein Trend (wie extrem dicke Brauen) passt nicht zu jedem Gesicht. Die Knochenstruktur über den Augen (der Brauenbogen) gibt den natürlichen Weg vor.

Typgerechte Farbwahl: Parallel zur Form wird die Farbe besprochen. Diese sollte sich immer am Unterton der Haut und der natürlichen Haarfarbe orientieren.

Fazit: Vertrauen durch Präzision

Die Vorzeichnung ist der wichtigste Teil der gesamten Behandlung. Erst wenn du zu 100 % mit der Form zufrieden bist, wird mit der Pigmentierung begonnen. Ein professioneller Artist wird sich hierfür immer die nötige Zeit nehmen – oft dauert das Mapping fast so lange wie das Pigmentieren selbst!


Sicher und transparent beraten

Bevor wir mit einer Behandlung starten, führe ich immer ein ausführliches Beratungsgespräch mit dir. Wir klären eventuelle Kontraindikationen ab und besprechen alle Schritte detailliert.

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